Erste Eindrücke zur Pentax K-3

Meine ersten Eindrücke von der Pentax K-3:

Im ersten Moment kam mir die K-3 fast 1:1 zu meiner K-5 daher. Erst bei genauerem Hinschauen sind einige kleine Änderungen ersichtlich. Der AF-Messfeld-Umschalter ist verschwunden, an seiner Stelle befindet sich nun der Umschalter zwischen Foto- und Videoaufnahmen. Diese Änderung ist für mich persönlich negativ behaftet, da für mich die Videofunktion nicht zu einer HighEnd-Fotokamera gehört – was natürlich nur meine individuelle Meinung darstellt. Als nächstes ist mir der AF-Umschalter aufgefallen, hier fehlt nun die Umschaltmöglichkeit auf AF-C. Nur AF und MF, dass machte mich schon ein wenig stutzig. Bisher habe ich die schnelle Umschaltung zwischen AF-S, AF-C und MF über diesen Schalter als geniale Lösung empfunden. Jetzt muss ich über einen winzig kleinen Drucktaster erst die AF-Funktion aufrufen und mich dann noch über die Drehräder zur gewünschten Einstellung durchhangeln. Bis ich so die richtige Einstellung gefunden habe sind die Motive über alle Berge. Schade, auch dies ist in meinen Augen ein Rückschritt. Man hätte hier den alten Schalter beibehalten können und nur die Messfeldwahl bei AF-C über ein Untermenue voreinstellen können. Der Versuch dieses Manko über die Funktion AF-A zu kompensieren ging gewaltig in die Hose. AF-A soll ja angeblich Bewegungen des Hauptmotivs erkennen und dann selbstständig auf AF-C umschalten. Dies geht nach meinen ersten Erfahrungen gar nicht, der AF nimmt wahllos irgendetwas, was ihm gerade geeignet erscheint. Alle Versuche endeten in völliger Unzulänglichkeit, das Hauptmotiv wurde nie beachtet und getroffen.
AF-A_02
Allerdings muss ich dazu noch einmal deutlich sagen, dass dies nur ein Schnelltest war und nicht präsentativ sein kann. Da muss ich noch mal genauer schauen und mich intensiver damit beschäftigen. Als nächstes ist der Stellhebel für die Belichtungsmessmethode unter dem Programmwählrad einem Look-Schalter zum Opfer gefallen. Dieser Look-Schalter gibt nun das Programmwählrad frei, oder blockiert es so dass es nur über den Mittelknopf entriegelt werden kann. Die Belichtungsmessmethode muss nun über einen Druckknopf unterhalb des Programmwählrades aktiviert werden und über das hintere Einstellrad ausgewählt werden. Da ich gerne mal schnell zwischen Spot- und Integralmessung umschalte, ist auch diese Änderung für mich eher nachteilig. Aber gut, hier kann man sich wohl noch am ehesten umgewöhnen. Dann ist da noch der Druckknopf für die Auswahl des selektiven AF-Messfeldes. Dieser befindet sich nun ganz unten rechts und erweckt in mir so eine Art des Vergessens, als wäre noch im letzten Moment aufgefallen, dass da ja noch ein Schalter fehlt. Dafür habe ich am längsten gebraucht, um dahinter zu kommen wie man ein AF-Messfeld auswählt – aber OK man wird eben alt. Zu guter Letzt ist dann noch das vergrösserte Display mit seiner recht hohen Auflösung – das Ding ist einfach der Hammer! Herrlich groß und klar – ein Genuss darauf zu schauen. Doch noch was positives!
Ansonsten finde ich jetzt nichts weiter erwähnenswert, was das Äussere der Kamera betrifft. Ach doch noch eins, der doppelte SD-Schacht. Ein guter Weg in Richtung geordneter Datenaufzeichnung. Leider gibt es hier noch kleine Schwächen in Bezug auf die Auswahl der zu beschreibenden Karte. Dazu wurde ja an anderer Stelle schon mehr geschrieben. Auch die Entnahme der Karte aus Schacht 1 gestaltet sich weiterhin als ziemlich schwierig. So etwas dürfte bei einer Kamera dieser Kathegorie normalerweise nicht auftreten, zumal die Kritiken bei der K-5 schon recht groß waren.

Erste praktische Tests mal auf die Schnelle: Nur soviel schon mal vorab, der AF macht den Eindruck, dass er schneller reagiert und exakter arbeitet als bei der K20D. In wie weit der Unterschied zur K-5 ausfallen wird, muss noch genauer getestet werden. Speziell das FA100 Makro macht an der K-3 eine gute Figur. Das ständige hin und her des Fokus hat sich zur K20D merklich verbessert, aber auch gegenüber der K-5.

Nach ersten Kontrollen am Display waren wir von den Ergebnissen der K-3 sehr angetan. Die Belichtung und Schärfe machten einen guten Eindruck. Dies hat sich allerdings beim betrachten am heimischen PC schnell wieder relativiert und die Enttäuschung war doch ziemlich groß. Besonders die Aufnahmen mit dem FA77 Ltd. waren schon fast zum Heulen! Von der gewohnten Abbildungsqualität dieses Objektivs war an der K-3 so gar nichts mehr zu sehen. Aber mittlerweile sehe ich dieses Problem etwas entspannter! Bei meinen bisherigen Testaufnahmen hat sich heraus gestellt, dass bei dem FA77 Ltd. ein gewaltiger Backfokus auftritt. Der Schärfepunkt ist im Nahbereich bis zu ca. 6cm nach hinten versetzt, was dann auch den ersten augenscheinlichen Qualitätsverlust erklären würde. Hierzu werde ich aber noch exakte Tests durchführen und dann berichten. Auch sonst haben sich die negativen Eindrücke im Laufe weiterer Tests realtiviert und die K-3 erledigt ihre Aufgaben mittlerweile recht zufriedenstellend.

Nun sind die ersten Eindrücke doch etwas mehr geworden, damit soll es jetzt aber auch genug sein. Weitere Eindrücke, Tests und Ergebnisse werden folgen.

Gruss Jürgen

Werbeanzeigen

Deine Meinung

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.