Abschlussbericht über meine Testphase mit der Pentax K-3

Meine Erfahrungen mit einer Test-K-3

Wärend der Testphase habe ich rund 1700 Aufnahmen mit der K-3 geschossen. Einen Großteil der Aufnahmen habe ich ebenfalls mit meiner K-5 im direkten Vergleich unter gleichen Bedingungen und dem jeweils gleichem Objektiv gemacht.

Auf Grund der schon recht intensiven Testreihen die ich mit beiden Kameras gemacht habe, kann ich den größten Teil der bereits veröffentlichen Beiträge zur K-3 nicht nachvollziehen. Die K-3 ist, wie auch schon die K-5, ein hochpräzises Handwerkzeug! Ein unumstößlicher Grundsatz ist aber, dass ein Präzisionswerkzeug nur so gut ist, wie sein Benutzer!

Der Hauptschwachpunkte der K-5 wurden durch ein überarbeitetes AF-Modul mit einer verbesserten Lichtempfindlichkeit mit der K-5 II beseitigt. Erste Versuche, den Tiefpassfilter wegfallen zu lassen wurden mit der K-5 IIs verwirklicht. Bei der K-3 wurden weitere Neuerungen eingeführt, wozu in der Hauptsache ein neuer Sensor mit höherer Auflösung gehört. Dem fehlenden Tiefpassfilter wurde eine AA-Filtersimulation an die Seite gestellt und das AF-Modul wurde noch einmal überarbeitet. Weitere nicht so gravierende Neuerungen können der nachfolgenden Aufstellung entnommen werden.

TechDatenVergleich

Alles in allem stellen sich die Neuerungen der K-3 gegenüber den Erwartungen vieler Interessenten doch eher als sehr ernüchternd dar. Doch so ist es ja häufig mit den Erwartungen – man neigt eben sehr schnell zur Euphorie und wird in der Regel dann doch schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Meine Erkenntnisse und Einschätzungen im Verlauf der Testphase sehen wie folgt aus:

Punkt 1:
Der neue 24 Megapixel-CMOS-Sensor mit 6016 x 4000 Bildpunkten kommt dem Verlangen nach einer Vollformatkamera entgegen. Die Auflösung und Abbildungsqualität ist im alltäglichen Gebrauch dem Sensor der K-5 ebenbürtig. Es sind bei normaler Verwendung keine gravierenden Unterschiede sichtbar. Vorteile bringt der neue Sensor erst bei plakativen Vergrösserungen und beim Cropverhalten. Großflächige Ausdrucke jenseits von A2 sind nun detailgenauer und besitzen eine bessere Schärfewirkung. Die verbesserte Möglichkeit der Ausschnittvergrösserung (croppen) kommt wohl in erster Linie den Wildlife-Fotografen zu Gute. Hier kann nun fehlende Brennweite noch um einiges besser über einen Crop ausgeglichen werden.
Mein persönliches Fazit: Dieser Punkt geht sicherlich in die richtige Richtung, ist aber für mich eher nebensächlich und wäre kein Kaufargument.

Punkt 2:
ISO-Bereich von 100-51200 ISO – warum hier eine Veränderung des unteren ISO-Wertes von 80 ISO auf 100 ISO stattgefunden hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Werte werden wohl auch eher eine grafische Darstellung, als eine echte Auswirkung darstellen. In der Praxis sind hier keine Auswirkungen ersichtlich, auch nicht bei Verwendung des erhöhten Dynamikumfangs.
Mein persönliches Fazit: Ohne jede Bedeutung.

Punkt 3:
Der 3,2“ TFT-LCD Monitor mit 1.037.000 Bildpunkten macht richtig Spass. Die Abbildungsqualität ist beeindruckend und vermittelt ein brillantes Bildergebnis. Mit den richtigen Einstellungen des Monitors kann man jetzt tatsächlich eine recht gute Beurteilung der aufgenommenen Fotos vornehmen.
Mein persönliches Fazit: Genial! Aber auch hier muss ich ehrlicher Weise sagen, so schlecht ist der Monitor der K-5 nun auch wieder nicht, dass es als Kaufargument für eine K-3 für mich ausschlaggebend wäre.

Punkt 4:
Die neue Belichtungsmessung mittels 86.000 Pixel-RGB-Lichtmesssensor. 77 kontra 86.000 Bildpunkte für die Belichtungsmessung? Was soll das denn? Wofür soll das gut sein? Bei meinen gesamten Vergleichsaufnahmen ist nicht ein einziges mal ein unterschiedlich belichtetes Bild entstanden. Bei gleichen Aufnahmeverhältnissen, gleicher Motivwahl und gleichem Objektiv waren die Fotos absolut identisch. Vergleichsfotos können in unserem Flickr-Album betrachtet werden: Pentax K-3 vs. Pentax K-5
Allerdings muss ich dabei sagen, dass ich so gut wie nie die Mehrfeldmessung benutze. Ich wechsle immer nur zwischen Spotmessung und mittenbetonter Messung. Zwischen der Mehrfeldmessung und der mittenbetonten Messung habe ich bei den von mir bevorzugten Motiven bei früheren Tests keinen Unterschied ausmachen können.
Mein persönliches Fazit: Technisches Gimmick, ohne Bedeutung.

Punkt 5:
Serienbildfunktion mit 8.3 Bildern pro Sekunde. Bei der K-5 sind es 7 Bilder pro Sekunde und diese Werte sind bei beiden Kameras auch nur mit entsprechenden Objektiven zu erreichen. Die tatsächliche Bildfrequenz liegt um einiges niedriger und dürfte sich so um die 4-5 Bilder pro Sekunde bewegen. Bei meinen Serienaufnahmen habe ich immer so zwischen 4 und 5 Sekunden den Auslöser betätigt. Dabei sind meistens Serien von 20-30 Aufnahmen entstanden. Dies ist allerdings nicht technisch belegt und von mir nur manuell nach Sekundenzeiger ausprobiert worden.
Was sich bei der K-3 gegenüber der K-5 allerdings verbessert hat, ist die Speichergeschwindigkeit. Die Serien sind merklich schneller auf der Karte und ein weiterarbeiten mit der Kamera ist nur mit leichter Verzögerung wieder möglich. Bei längeren Serien kommt die K-5 auch schneller an ihre Speichergrenze und bricht die Serie eher ab, als dies bei der K-3 der Fall ist. Mit der K-3 sind somit mehr Bilder innerhalb einer Dauerserie machbar. Wie viele es mehr sind habe ich allerdings nicht getestet, da sich meine Serien eher im Bereich bis maximal 5 Sekunden bewegen und da habe ich bei beiden Kameras keine Probleme.
Was mir in Bezug auf die Speichergeschwindigkeit noch aufgefallen ist, dass auch bei Einzelaufnahmen, oder geringen Serien von 3-5 Bildern die K-3 wieder schneller eine erneute Auslösung zuläßt. Hierbei muss man bei der K-5 schon mal „gefühlt“ etwas länger warten, wobei es bei der K-3 fast unmittelbar weiter geht.
Mein persönliches Fazit: Die Bildfrequenz ist wohl eher was für´s Papier, in der Praxis eher nicht bemerkbar. Die schnellere Speichergeschwindigkeit macht sich hingegen schon deutlich bemerkbar. Für mich persönlich aber auch zu vernachlässigen, da ich selten in die Verlegenheit komme – somit auch kein entscheidendes Kaufargument.

Punkt 6:
Die Timer-/Intervallfunktion wurde von 99 auf 2000 Bilder erhöht. Ob dies erforderlich ist und einen großen Nutzen bringt kann ich nicht beurteilen, da ich bisher diese Funktion nicht genutzt habe.
Mein persönliches Fazit: Hat für mich keine Bedeutung.

Punkt 7:
Die Benutzer-Speicherplätze wurden von 5 auf 3 reduziert. Eine für mich völlig unlogische Vorgehensweise! Die K-3 bietet durch die Umstrukturierung der Menues einige Speichermöglichkeiten mehr, als die K-5, da macht es doch überhaupt keinen Sinn die Speicherplätze zu verringern.
Mein persönliches Fazit: Ich habe bei meiner K-5 bereits alle 5 Speicherplätze belegt und arbeite auch hauptsächlich im User-Modus. Somit müßte ich mich bei der K-3 sehr stark einschränken, was ein deutliches Manko darstellt. Für mich wäre eine Erhöhung der Speicherplätze auf 7 bis 10 erstrebenswert und nutzerfreundlich. Ein klarer Punkt sich gegen die K-3 zu entscheiden.

Punkt 8:
Hier fasse ich mal die Punkte Abdichtung, Abmessung und Gewicht zusammen. Die Erhöhung der Abdichtungen bei der K-3 mag evtl. mit den Veränderungen bei den Bedienelementen zusammen hängen. Die Abmessungen und das Gewicht fallen nicht unmittelbar auf. Die Gewichtszunahme macht weniger als eine Schachtel Zigaretten aus.
Mein persönliches Fazit: Für mich ist dicht gleich dicht, da interessiert mich nicht die Anzahl der Abdichtungen. Auch beim Handling konnte ich bei der Größe und dem Gewicht keinen Unterschied feststellen. Beide Kameras haben sich völlig gleich angefühlt, ich mußte immer genau hinschauen, um sie zu unterscheiden.

Punkt 9:
2 Kartenschächte können bei unterschiedlichen Formaten sehr hilfreich sein. Wenn man JPEG, RAW und/oder Videos auf unterscheidlichen Karten speichern kann hilft dies bei der Archivierung. Die Nutzung von 2 Karten ist allerdings mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Je nachdem, wie man die Karten entfernt und die Kamera zwischendurch einschaltet, kann die nachfolgende Speicherung durcheinander geraten. Die Einstellungen sind sehr eingeschränkt.
Mein persönliches Fazit: Gute Idee – nicht ausgereifte Umsetzung. Hier ist eine Nachbesserung erforderlich.

Punkt 10:
3D-Bildstabilisator – Gyrosensoren am Bildsensor erkennen horizontale, vertikale sowie Verschiebungen in der Tiefe und gleichen diese durch Gegenbewegungen des Sensors aus. Die Leistung der einzelnen Komponenten wurde für die PENTAX K-3 verbessert, so dass eine Verwacklungsssicherheit von bis zu vier Lichtwerten erreicht wird. So lautet der Verkaufstext von Ricoh/Pentax und hört sich ja recht gut an. In der Praxis habe ich keine Verbesserung feststellen können. Wo ich bei der K-5 an meine Grenze komme, da komme ich mit der K-3 auch nicht mehr weiter. Allgemein kann ich sagen, dass der Bildstabilisator im Gehäuse durchaus eine Verringerung der Verwacklungsgefahr gewährleistet, aber ein Stabi im Objektiv ist immer effektiver.
Mein persönliches Fazit: Hat für mich keine Vorteile gebracht und fällt somit auch als Kaufargument flach.

Punkt 11:
Wegfall des Tiefpassfilter und eine AA-Filtersimulation sollen für eine verbesserte Auflösung und Schärfe sorgen. Bei meinen Testaufnahmen habe ich keine Situation darstellen können, wo ich eine Unterscheidung feststellen konnte. Selbst bei feinsten Mustern hat sich kein Moiré-Effekt erzeugen lassen. Auch habe ich keinen relevanten Schärfezugewinn registrieren können. Bei extremsten Vergleichen habe ich zwar einen geringen Unterschied bemerkt, aber unter normalen Umständen wäre mir dieser verborgen geblieben. Das aktivieren der AA-Filtersimulation hat hingegen eine merkliche Verschlechterung der Bildqualität und Schärfe zur Folge gehabt. Die „Verschmierungen“ gehen schon sehr stark zur Sache, auch bei niedrigster Einstellung. Hier ist das deaktivieren der AA-Filtersimulation anzuraten und sollte es widererwarten tatsächlich mal zu einem Moiré-Effekt kommen, dann lieber per EBV beseitigen.
Mein persönliches Fazit: Nach den Lobgesängen auf eine Kamera ohne Tiefpassfilter waren meine Erwartungen realtiv hoch. Leider bin ich genau so tief gefallen, als ich die Ergebnisse gesehen habe. Für mich hat der Unterschied zwischen Filter und Nicht-Filter nur eine sehr geringe bis gar keine Verbesserung ergeben. Somit ist der Wegfall des Tiefpassfilter für mich ebenfalls kein Kaufargument.

Punkt 12:
AF-Arbeitsbereich von -3 bis 18 EV wurde ja bereits bei der K-5 II verwirklicht. Hier hat die höhere Lichtempfindlichkeit gegenüber der K-5 schon einen deutlichen Vorteil. Wo die K-5 bereits das Hilfslicht einschaltet, kommt die K-3 noch relativ lange ohne dieses Hilfsmittel aus. Dies war allerdings bei der K-5 II schon realisiert worden. Für AvailableLight-Fotografie ist dieser Zugewinn an Lichtempfindlichkeit schon eine sehr angenehme Verbesserung.
Mein persönliches Fazit: Wer häufig bei Restlicht, also Available-Light fotografiert, wird sehr glücklich darüber sein. Wer eher bei „normalen“ Lichtverhältnissen unterwegs ist, kommt auch mit der K-5 gut zurecht. Für mich ginge die Kaufentscheidung dann allerdings eher zur K-5 II – weil der Mehrpreis der K-3 alleine dafür nicht gerechtfertigt ist.

Punkt 13:
Nun kommt es endlich, dass wohl am heißgeliebteste Thema zur K-3. Der Autofokus!
Kein Bauteil ist so umstritten, wie das Autofokusmodul SAFOX XI mit 27 AF-Sensoren.
Pentax hat es mit seinen Nutzern gut gemeint und der K-3 dieses neuentwickelte Modul spendiert. Doch anscheinend sind auch die 25 kreuzförmigen Sensoren bei vielen Anwendern nicht ausreichend. Da wären aber wohl auch dutzende von Kreuz-und-Quer-Sensoren schlichtweg überfordert. Bei meinen Versuchen hat der AF nicht ein einziges Mal einen Fehler begangen! Wenn er mal daneben gelegen hat, dann lag der Fehler eindeutig bei mir. Sobald ich meinen Fehler korrigiert habe, hat auch der AF anstandslos seine Arbeit erledigt. Durch die drei zentral angeordnete Sensoren mit einer verbesserten Lichtempfindlichkeit bei F2,8-Objektiven ist noch zusätzlich eine wesentlich exaktere Entfernungsmessung bei lichtstarken Objektiven hinzu gekommen. Die 27 Sensoren umfassen den gleichen Bereich, wie die 11 Sensoren bei den bisherigen Kameras. Dadurch sind die Messfelder der einzelnen Sensoren kleiner und somit auch empfindlicher geworden. Alles in allem handelt es sich bei diesem AF-Modul tatsächlich um ein sehr präzises Handwerkzeug. Wie es aber nun mal mit Präzisionswerkzeug ist, sind diese nur so gut wie ihre Benutzer! Wie schon geschrieben, solange ich selber keine Fehler gemacht habe, hat auch der AF keine Fehler begangen. Dies ist allerdings auch bei der K-5 nicht anders, auch bei ihr habe ich keine Probleme mit dem AF, wenn ich präzise arbeite. Bei sehr filigranen Motiven kann man mit dem AF der K-3 nun wesentlich besser fokusieren. Man muss allerdings auch sehr genau zielen und selbst kleine Verwacklungen durch die Bedienung vermeiden. Hier mag es auch begründet sein, dass vielerseits der AF der K-30 als treffsicherer, als der der K-3 dargestellt wird. Was mich allerdings etwas verwundert! Denn die K-30 hat zwar ein leicht modifiziertes AF-Modul, die Lichtempfindlichkeit wurde auf -1 bis +18 EV verbessert. Damit ist sie zwar besser als die K-5, aber nicht so gut wie die K-5 II und K-3. Warum nun aber die K-30 effektiver fokusiert, liegt wohl eher an ihrer Ungenauigkeit des AF-Moduls. Diese Ungenauigkeit verzeiht dem ungenauen Benutzer auch eher seine Fehler und fokusiert wenigstens annähernd sicher. Bei der K-3 werden diese Fehler auf Grund der kleineren Sensoren nicht mehr verziehen und daher rührt größtenteils die Unzufriedenheit.
Das mag dem ein oder anderen nicht gefallen, aber es ist ganz einfach so! Ich habe mehrere zehntausend Fotos mit der K-5 gemacht und konnte dem AF nie ein Fehlverhalten ankreiden. Bei der K-3 habe ich mich anfangs auch erst etwas schwer getan und der AF lag nicht immer genau dort, wo ich ihn eigentlich haben wollte. Doch mit einiger Übung habe ich den AF der K-3 sehr wohl schätzen gelernt. OK – er ist schon sehr sensibel und man muss ihn wohl als „zickig“ einstufen, aber wer mit Zicken umgehen kann wird an dem AF der K-3 seine helle Freude haben.
Zum neuen AF-Modul sind bei der K-3 ja nun auch einige Einstellmöglichkeiten hinzu gekommen. Spot AF und Automatik AF (27 Feld oder 9 Feld), umschaltbar auf Nachführ- (Servo) Autofokus. Jedes der 27 AF-Felder kann durch die 4 Steuertasten manuell angewählt werden. Der Prädiktionsautofokus berechnet die richtige Scharfeinstellung für bewegte Motive voraus. Alles kann nun im Menü eingestellt und gespeichert werden – wo dann allerdings wieder die verfügbaren Speicherplätze fehlen. Doch bei vielen Einstellmöglichkeiten gibt es auch eben so viel Fehlermöglichkeiten.
AF-S ist nun auf allen 27 Sensoren möglich und bis auf die beiden äußersten als Kreuzsensoren ausgelegt. Wie zuvor ausführlich beschrieben sind sie bei richtiger Anwendung sehr präzise.
AF-A ist in meinen Augen eine unnütze Einrichtung. Ist die Kamera so eingestellt, wählt die Kamera selbstständig und ständig irgend einen x-beliebigen Fokus- und Schärfepunkt. Die Ergebnisse mit dieser Einstellung dürften wohl nur sehr selten zufriedenstellend sein. Bei mir gab es nicht ein einziges Foto, was man als gelungen ansehen konnte. Von daher habe ich diese Möglichkeit mal ganz einfach ignoriert.
AF-C hat wohl die meisten Funktionen hinzu bekommen. Automatische Messfeldauswahl bei 9, 25 oder 27 Feldern. Hier ist der Effekt der gleiche, wie bei AF-A – die Ergebnisse sind vollkommen zufällig und nicht kontrollierbar. Die gleiche Auswahl gibt es aber auch als selektive Messung, die wiederum eine sehr gute Treffsicherheit gewährleisten. Bei größeren Motiven, oder Vogelschwärmen, oder ähnlichem ist diese Einstellung durchaus sehr hilfreich. Die 9, 25 oder 27 Felder können auf jeden der 27 verfügbaren Sensoren zentriert werden. Der selektierte Messpunkt übernimmt dabei die Erstfokusierung und die übrigen Felder übernehmen die weitere Verfolgung. Sinnvoll sehe ich hier allerdings nur die Wahl der 9 Felder, zumindest wenn man den Selektivpunkt aus der Mitte heraus verlagert. Eine Messung auf nur einen einzelnen AF-Sensor ist natürlich auch beim AF-C möglich. Dieser kann dann auch wiederum auf alle 27 Felder gelegt werden. Hier sehe ich die Anwendung bei einzelnen kleineren Objekten, wie Hund und Katz. Für mich war der Einzel-AF-Messpunkt am effektivsten und mit den Ergebnissen war ich durchweg zufrieden.
Eine Neuerung beim AF-C ist das „Halten“. Hier gibt es Einstellungen von „schwach“, „mittel“, „stark“ und „aus“. Dieses Halten bewirkt ein kurzzeitiges Verweilen des Fokuspunktes, auch wenn sich das Objekt ausserhalb des Messbereichs befindet. Bei Objekten die an Hindernissen vorbeirauschen, ist diese Haltefunktion sehr hilfreich. So läßt sich der AF nicht von dem Hindernis ablenken und behält das Objekt im Fokus. Dies ist aber natürlich nur für einen kurzen Zeitraum gewährleistet. Wenn ein Objekt hinter einer 1 Meter langen Mauer verschwindet, entscheidet sich der AF nach kurzer Zeit auch für die Mauer. Die Haltezeit ist von der Einstellung abhängig und sollte eingehend getestet werden. Generelle Einstellungen auf „schwach“ oder einen der anderen Punkte wird nicht immer gleich gute Ergebnisse liefern. Hier spielen die Geschwindigkeit des Objekts und die Anzahl und Größe der Hindernisse eine entscheidende Rolle. Solange keine Hindernisse auf der Verfolgungsstrecke zu erwarten sind, sollte man die Haltenfunktion abschalten. Der Nachteil dieser Funktion ist nämlich auch, dass der Fokus auf dem Objekt verrutschen kann. Soll heißen, solange das Gesamtobjekt innerhalb eines Schärfebereichs verbleibt, fokusiert der AF auch nicht nach. Was zur Folge haben kann, dass zum Beispiel bei einem Tier zu Beginn der Serie der Kopf (Augen) scharf sind, im weiteren Verlauf dann aber plötzlich der Schwanz scharf wird. Dies ist natürlich durch die Haltenfunktion so vorgegeben, da der AF ja keine Veranlassung zur Nachregelung sieht. Ist die Haltenfunktion in so einem Fall abgeschaltet, dann bleibt der AF natürlich auf dem Kopf (Auge) und behält diesen auch so gut es geht im Visier.
Also wirklich viele Möglichkeiten, die alle erst einmal richtig gestestet sein wollen, um sie korrekt einsetzen zu können.
Mein persönliches Fazit: Das neue AF-Modul ist alles in allem schon eine feine Sache. Wer viel mit Nachführ-AF fotografiert hat hier tolle Möglichkeiten. Auch die Programmierung wäre reizvoll, wenn es genügend Speicherplätze geben würde. Für mich persönlich ist aber auch dies kein Kaufargument, denn ich arbeite relativ selten mit dem AF-C und wenn komme ich auch mit der K-5 ans Ziel.
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Mein Abschluß-Fazit: Die K-3 ist schon eine sehr interessante Kamera mit viel Spassfaktor. Einen Wechsel von der K-5 zur K-3 käme für mich allerdings nicht in Frage. Wer bis hierher meinen Beitrag gelesen hat, wird die Einstufung der Kaufargumente ja verfolgt haben. Um einen Wechsel vorzunehmen, muss schon noch einiges mehr hinzukommen – also warten auf die K-1?! Für den Ersatz der K20D werde ich allerdings zur K-5 II greifen. Diese bietet mir die erhöhte Lichtempfindlichkeit für die AvailableLight-Fotografie, welche ich sehr gerne mache. Ein Aufrüsten auf die K-3 stände in keinem Kosten-/Nutzenverhältnis.

Wer Vergleichsfotos, oder sonstige Testaufnahmen sehen möchte, der sollte in unsere Flickr-Alben reinschauen.
Dort sind einige Alben zur K-3 vorhanden, in denen sind die Aufnahmen in Originalgrösse hinterlegt.

Danke nochmal an Ricoh/Pentax für die Bereitstellung der Testkamera

Gruss Jürgen

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