Südschweden: Teil 5

Österlen – Südost-Küste

 

Hinter Ystad beginnt die Region Österlen, die durch sanfte Hügel; verzaubertes Licht; Kleinstadtcharme; Getreidefelder; blühende Apfelhaine; kilometerlange Sandstrände; archäologische Funde sowie idyllische Fischerdörfer immer wieder für neue Eindrücke sorgt und uns somit magisch in ihren Bann zog. Man behauptet, das Licht gleiche dem der Provence – nur wäre es hier noch schöner. Leider kann wohl kein Fotoapparat dieses stimmungsvolle Licht so richtig wirkungsvoll einfangen.

Der bedeutendste archäologische Fund in Schweden ist wohl Ales stenar, welcher auf einem Hügel oberhalb der Ortschaft Kåseberga auf einer Höhe von 37 Meter direkt an der Ostseeküste liegt. Dies ist die größte erhaltene Steinsetzung in Skandinavien. Sie besteht aus 59 Steinen, die in Form eines Schiffes stehen und eine Ausdehnung von 68 Metern in der Länge haben. Von hier oben bietet sich ein atemberaubender Blick auf die See. Bis heute weiß man nicht genau wann diese Steinsetzung erfolgte und welchem Zweck sie diente. Nach aktuellen Forschungen soll es sich wohl um eine Art Kalender handeln, auch dies ist allerdings noch sehr umstritten. Aber egal warum und wofür es aufgestellt wurde, wenn man, so wie wir, zum Zeitpunkt des Sonnenunterganges dort oben ist, dann wirkt dieser Ort einfach nur mystisch.

13_Ales Stenar

An einem der nächsten Tage wollten wir die Küstenregion bis Simrishamn erkunden um in Skillinge, einem lebhaften Fischerort unseren Fisch für’s Abendessen zu kaufen. Leider ist es uns nicht möglich jedes Dörfchen zu beschreiben. Wenn wir aus dem Auto stiegen um durch die Orte zu gehen und unsere Eindrücke festzuhalten, dachten wir oft, wir wären in einer anderen Welt. Man sieht fast keine Menschenseele in den Straßen bzw. Gassen und hat oft den Eindruck der Ort sei einfach nur dahingestellt, damit die Touristen Fotos machen können.
Als wir unsere schwedische Freundin danach fragten, meinte sie nur, dass auf dem Land viele Orte nur „Schlafdörfer“ seien. Die Menschen arbeiten in den großen Städten und leben auf dem Land. Sie kommen oft sehr spät am Abend nach Hause und viele junge Leute zieht es sogar zum Wohnen in die Stadt. So bleiben in den Dörfern oft nur die „Alten“ zurück und die laufen im Sommer nicht gerade auf den Straßen herum.
Trotzdem sind es gerade diese idyllischen Orte mit ihren malerischen, winkeligen Gassen und kleinen Fischerhäfen, die den Charme dieser Region so einmalig machen.

14_Fischer1

15_Fischer2

 

Gruß Jürgen

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2 Kommentare zu „Südschweden: Teil 5

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