Südschweden: Teil 4

Burgen – Schlösser – Kirchen

 

In Süd-Skåne sind Schlösser, Burgen und Kirchen zahlreich zu finden. Entlang gewundener Straßen findet man hier einige Perlen am Band. Zwar sind die meisten Privatwohnsitze und können nur aus der Entfernung betrachtet werden, einigen allerdings darf man auch nahe kommen. Dazu gehört auch Schloss Marsvinsholm, welches wir jedes Mal passierten, wenn wir unsere Ferienwohnung in Richtung Norden verließen.
Der Ursprung des Schlosses geht auf das 14. Jahrhundert zurück, als es der dänischen Krone unterstellt war. Bauherr war Otte Marsvin, er konnte die Fertigstellung seines Schlosses im Jahre 1648 allerdings nicht mehr erleben, da er zu diesem Zeitpunkt schon lange tot und begraben war. Sein jetziges Aussehen erhielt das Schloss von Freiherr Jules Stjernblad gegen Ende des 19. Jahrhunderts, der auch die nahe liegende Kirche, eine der größten Dorfkirchen Schwedens erbaut und gestiftet hat. Die Familie Iacobaeus in deren Besitz sich Marsvinsholm heute befindet, stellt jeden Sommer den angrenzenden Park als Skulpturenausstellung sowie Freilichttheater zur Verfügung. Bei diesen Veranstaltungen kann man die Gelegenheit zu einem Picknick auf dem Gelände genießen.
Was lag also näher als auch einmal dort anzuhalten und ein paar Eindrücke von dort mitzubringen.

10_Marsvinsh

Da wir von der Burg Glimmingehus gehört hatten, beschlossen wir auch dieser Burg einen Besuch abzustatten. Sie soll eine der am besten erhaltenen Burgen Skandinaviens aus dem Mittelalter sein. Da sie zwischen Ystad und Simrishamn liegt, war das nur ein kurzer Abstecher. Der Grundstein dieser Burg soll im Jahre 1499 gelegt worden sein, was heute allerdings umstritten ist.
Während des schonischen Krieges 1674 bis 1679 wollte Schweden die Burg abreißen, damit sie nicht in dänische Hände fallen könne, das erwies sich als zu kostspielig und zu zeitaufwendig und wurde deshalb nie vollzogen.
Das Hauptgebäude der Burg ist 30 Meter lang, 12 Meter breit und hat eine Höhe von 26 Metern zwischen Boden und Giebelspitze. Irgendwann in späterer Zeit wurde die Burg als Getreidespeicher zweckentfremdet. Heute ist sie im Besitz des Staates und wird als Museum genutzt.

11_Glimminge

Wie schon an anderer Stelle berichtet, ist Skåne eine historische Provinz und gehörte bis Mitte des 17. Jahrhunderts zu Dänemark. An vielen Bauwerken zeigen sich deshalb auch heute noch die dänischen Einflüsse. Besonders die Kirchen, die in kleineren Dörfern oft als Wehrkirchen gebaut wurden, stammen teilweise noch aus dem Mittelalter und sind sehenswert. Typisch sind die Treppengiebel und häufig auch ein schneeweißer Anstrich. Aber auch Natursteinbauten sind recht oft vertreten. Die äußere Bauweise ist des Öfteren sehr ähnlich, aber im Inneren ist jede Kirche individuell gestaltet.
Anders als bei uns in Deutschland sind in Schweden die Kirchen in den Sommermonaten tagsüber geöffnet, damit der Wanderer oder Reisende auch innere Einkehr halten kann. Sollte die Kirche ausnahmsweise verschlossen sein, dann hängt mit Sicherheit ein Schild neben der Tür mit Informationen wo man den Schlüssel bekommt, oder es ist eine Telefonnummer angegeben, damit jemand kommt und die Kirche aufsperrt.
Wir haben allerdings nicht immer davon Gebrauch gemacht. Man kommt irgendwann sowieso nicht mehr nach und die Zeit vergeht viel zu schnell. Trotzdem möchten wir Euch eine kleine Auswahl zeigen.

12_Kirchen

LbG ISI

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