Skåne – Schwedens südlichste Provinz

– Die Südküste und ihr Hinterland –

Anreise und Malmö

Wer kennt sie nicht, die Kinder von Bullerbü, Michel von Lönneberga oder Pippi Langstrumpf? Besonders wir Deutschen werden von den Schweden gern belächelt, weil viele sich Schweden immer noch so vorstellen wie in diesen Kinderbüchern dargestellt. Was macht diesen Reiz aus, dass wir so gern nach Schweden fahren oder es bereisen möchten? Sind wir durch die Figuren von Astrid Lindgren auf ein Schweden fixiert, das für uns „heile Welt“ bedeutet?
Sicher gibt es in Mittel- oder Nordschweden noch diese kleinen Dörfer mit den typischen roten Häusern, aber Schweden hat auch andere Seiten.

So z.B. Skåne, die südlichste Region die auch als Kornkammer Schwedens bezeichnet wird. Wobei hier nicht nur Korn, sondern auch Obst und Gemüse angebaut werden. In den meisten Fällen wird Skåne, auf deutsch auch Schonen genannt, mit weiten Ebenen assoziiert. Und obwohl dies für Teile von Skåne stimmen mag, hat die Region als Ganzes jedoch eine weitaus abwechslungsreichere Landschaftsform zu bieten. Von grünen Laubwäldern und dramatischen Felsenküsten im Nordwesten, über die zahlreichen Seen und kilometerlangen weißen Sandstrände im Süden, bis zu den sanften Hügeln und grünen Hainen im Westen und den tiefen Wäldern im Nordwesten hat dieser Landstrich so ziemlich alles aufzuweisen.

Skåne ist aufgrund der überschaubaren Entfernungen das perfekte Reiseziel für alle, die mit dem Auto oder dem Fahrrad Urlaub machen möchten. Im Gegensatz zum Norden Schwedens sind die Wege in Skåne meist relativ kurz: innerhalb von eineinhalb bis zwei Stunden kann man die meisten Ziele in der Region erreichen. Die Ausdehnung dieses fast quadratischen Anhängsels beträgt ca. 80 km in Ost-West-Richtung und erstreckt sich knapp 100 km nach Norden. Wir möchten Euch hier aber im speziellen einmal die Südküstenregion und den Südosten – genannt Österlen – vorstellen. Unser Ausgangspunkt lag knapp 10 km von Ystad entfernt und war somit ein zentraler Punkt für unsere Touren.

Aber zuerst heißt es ja überhaupt nach Schweden zu kommen. Hierfür gibt es diverse Fährverbindungen, oder man wählt wie wir den kompletten Landweg. Somit gelangt man über die gewaltige Öresundbrücke, die mit der dänischen Hauptstadt Kopenhagen verbunden ist, zuerst einmal nach Malmö, Schwedens drittgrößte Stadt mit knapp 260.000 Einwohnern.

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Das erste, was man zu sehen bekommt, wenn man über die Öresundbrücke nach Malmö hinein rollt, ist der „Turning Torso“. Der 190 Meter hohe Wolkenkratzer mit seinen 54 Etagen ist der höchste Wolkenkratzer Skandinaviens und das zweithöchste Wohngebäude in Europa. Er wurde am 27. August 2005 eingeweiht und gilt seither gemeinsam mit der Öresundbrücke als das neue Wahrzeichen der Stadt.

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Malmö ist auch gleichzeitig die Hauptstadt von Skåne und ein wichtiges wirtschaftliches Standbein Schwedens. Das Stadtbild der Neuzeit ist sehr stark industriell geprägt und bietet vielen Schweden einen Arbeitsplatz, die dafür täglich teilweise Fahrtwege von bis zu 250 km auf sich nehmen. Aber es gibt auch den alten ursprünglichen Stadtkern, rund um den „Lilla Torg“ (kleiner Markt). Dieser Stadtteil stammt zum Teil noch aus den Jahren 1540 – 1600 und wird noch durch zahlreiche Fachwerkhäuser bestimmt. Hier befindet sich auch das 1546 errichtete und immer wieder umgebaute Rathaus. Nicht weit davon entfernt liegt die Burganlage „Malmöhus Slott“, die ältesten Gebäude entstanden zwischen 1526 und 1530 im Renaissancestil. Im 19. Jahrhundert wurde die Anlage als Gefängnis genutzt und heute beherbergt sie das Städtische Museum und das Kunstmuseum.

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Aber wir sind ja nicht nach Schweden gefahren um hier Großstädte zu besuchen und so verlassen wir Malmö recht schnell.

Gruß Jürgen

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