Nutellablume

Angeregt durch Melissa`s Blog „zuckerwattezauberei“ habe ich die Nutellablume nachgebacken. Das Ergebnis sieht schon ganz gut aus.

Nutellablume

Allerdings habe ich die Eier und das Fett raus gelassen und habe lediglich einen süssen Hefeteig angesetzt. Für einen zusätzlichen nussigen Crunch habe ich noch Sesamsaat darüber gestreut.

Gerade sind wir mit dem Verzehr fertig. Laut Isi: „der knackige Crunch ist sehr gut und nimmt etwas die doch recht dominante Süsse. Etwas Fett kann beim nächsten Mal aber nicht schaden, lockert den Teig doch etwas mehr auf.“

Ist somit gelungen und wird auf jeden Fall wiederholt. 😉

 

Gruss Jürgen

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Südschweden: Teil 6

Skåne – Natur pur

 

Aber auch die wunderbare Naturwelt in Skåne ist sehenswert. Egal ob am Wegesrand, am Strand oder in Naturreservaten hier findet jeder seine Entspannung. Ein Wanderparadies gilt es zu entdecken oder mit dem Fahrrad die Region erkunden – egal was man im Urlaub gerne anstellt, in Schweden ist vieles möglich und alles ganz ohne Stress. Alle können hier den Gesang der Vögel, die Blumenpracht der Wiesen, oder die Düfte und die stille Einsamkeit der Wälder genießen.

16_Landsch

Das bedeutet allerdings nicht, dass man in der Natur tun und machen darf, was man will. Man muss stets auf andere Menschen, Tiere und Pflanzen Rücksicht nehmen. NICHT STÖREN ODER ZERSTÖREN – das ist die Grundregel. Hier hält sich aber auch jeder daran, ohne große Verbotsschilder oder Belehrungen. Das ist sicherlich auch der Reiz für viele Touristen nach Schweden zu reisen. Aber leider haben wir bemerkt, dass sich auch hier schon einige Unsitten eingeschlichen haben, und der Müll am Strand abgeladen wird oder einfach auf den Weg geworfen wird, statt in den Papierkorb. Und das sind nicht die Schweden, die ihren Dreck hinterlassen. Wir hoffen, dass sich die Menschen darüber bewusst sind, was sie anrichten wenn sie sich nicht an die Regeln halten!

17_Landsch

Wir wünschen uns noch viele schöne Sommer, Herbsttage oder vielleicht sogar mal einen Winter in Schweden, in einem Land, das soviel zu bieten hat und von dem man gar nicht genug bekommen kann. Deshalb hier nun zum Abschluss noch ein paar Impressionen:

18_Landsch

Wir hoffen, Euch hat dieser „kleine“ Reisebericht ein wenig gefallen und vor allem
– Seid Ihr nun reif für ein kleines bisschen Schweden – ? 😉

LbG ISI

Südschweden: Teil 5

Österlen – Südost-Küste

 

Hinter Ystad beginnt die Region Österlen, die durch sanfte Hügel; verzaubertes Licht; Kleinstadtcharme; Getreidefelder; blühende Apfelhaine; kilometerlange Sandstrände; archäologische Funde sowie idyllische Fischerdörfer immer wieder für neue Eindrücke sorgt und uns somit magisch in ihren Bann zog. Man behauptet, das Licht gleiche dem der Provence – nur wäre es hier noch schöner. Leider kann wohl kein Fotoapparat dieses stimmungsvolle Licht so richtig wirkungsvoll einfangen.

Der bedeutendste archäologische Fund in Schweden ist wohl Ales stenar, welcher auf einem Hügel oberhalb der Ortschaft Kåseberga auf einer Höhe von 37 Meter direkt an der Ostseeküste liegt. Dies ist die größte erhaltene Steinsetzung in Skandinavien. Sie besteht aus 59 Steinen, die in Form eines Schiffes stehen und eine Ausdehnung von 68 Metern in der Länge haben. Von hier oben bietet sich ein atemberaubender Blick auf die See. Bis heute weiß man nicht genau wann diese Steinsetzung erfolgte und welchem Zweck sie diente. Nach aktuellen Forschungen soll es sich wohl um eine Art Kalender handeln, auch dies ist allerdings noch sehr umstritten. Aber egal warum und wofür es aufgestellt wurde, wenn man, so wie wir, zum Zeitpunkt des Sonnenunterganges dort oben ist, dann wirkt dieser Ort einfach nur mystisch.

13_Ales Stenar

An einem der nächsten Tage wollten wir die Küstenregion bis Simrishamn erkunden um in Skillinge, einem lebhaften Fischerort unseren Fisch für’s Abendessen zu kaufen. Leider ist es uns nicht möglich jedes Dörfchen zu beschreiben. Wenn wir aus dem Auto stiegen um durch die Orte zu gehen und unsere Eindrücke festzuhalten, dachten wir oft, wir wären in einer anderen Welt. Man sieht fast keine Menschenseele in den Straßen bzw. Gassen und hat oft den Eindruck der Ort sei einfach nur dahingestellt, damit die Touristen Fotos machen können.
Als wir unsere schwedische Freundin danach fragten, meinte sie nur, dass auf dem Land viele Orte nur „Schlafdörfer“ seien. Die Menschen arbeiten in den großen Städten und leben auf dem Land. Sie kommen oft sehr spät am Abend nach Hause und viele junge Leute zieht es sogar zum Wohnen in die Stadt. So bleiben in den Dörfern oft nur die „Alten“ zurück und die laufen im Sommer nicht gerade auf den Straßen herum.
Trotzdem sind es gerade diese idyllischen Orte mit ihren malerischen, winkeligen Gassen und kleinen Fischerhäfen, die den Charme dieser Region so einmalig machen.

14_Fischer1

15_Fischer2

 

Gruß Jürgen

Südschweden: Teil 4

Burgen – Schlösser – Kirchen

 

In Süd-Skåne sind Schlösser, Burgen und Kirchen zahlreich zu finden. Entlang gewundener Straßen findet man hier einige Perlen am Band. Zwar sind die meisten Privatwohnsitze und können nur aus der Entfernung betrachtet werden, einigen allerdings darf man auch nahe kommen. Dazu gehört auch Schloss Marsvinsholm, welches wir jedes Mal passierten, wenn wir unsere Ferienwohnung in Richtung Norden verließen.
Der Ursprung des Schlosses geht auf das 14. Jahrhundert zurück, als es der dänischen Krone unterstellt war. Bauherr war Otte Marsvin, er konnte die Fertigstellung seines Schlosses im Jahre 1648 allerdings nicht mehr erleben, da er zu diesem Zeitpunkt schon lange tot und begraben war. Sein jetziges Aussehen erhielt das Schloss von Freiherr Jules Stjernblad gegen Ende des 19. Jahrhunderts, der auch die nahe liegende Kirche, eine der größten Dorfkirchen Schwedens erbaut und gestiftet hat. Die Familie Iacobaeus in deren Besitz sich Marsvinsholm heute befindet, stellt jeden Sommer den angrenzenden Park als Skulpturenausstellung sowie Freilichttheater zur Verfügung. Bei diesen Veranstaltungen kann man die Gelegenheit zu einem Picknick auf dem Gelände genießen.
Was lag also näher als auch einmal dort anzuhalten und ein paar Eindrücke von dort mitzubringen.

10_Marsvinsh

Da wir von der Burg Glimmingehus gehört hatten, beschlossen wir auch dieser Burg einen Besuch abzustatten. Sie soll eine der am besten erhaltenen Burgen Skandinaviens aus dem Mittelalter sein. Da sie zwischen Ystad und Simrishamn liegt, war das nur ein kurzer Abstecher. Der Grundstein dieser Burg soll im Jahre 1499 gelegt worden sein, was heute allerdings umstritten ist.
Während des schonischen Krieges 1674 bis 1679 wollte Schweden die Burg abreißen, damit sie nicht in dänische Hände fallen könne, das erwies sich als zu kostspielig und zu zeitaufwendig und wurde deshalb nie vollzogen.
Das Hauptgebäude der Burg ist 30 Meter lang, 12 Meter breit und hat eine Höhe von 26 Metern zwischen Boden und Giebelspitze. Irgendwann in späterer Zeit wurde die Burg als Getreidespeicher zweckentfremdet. Heute ist sie im Besitz des Staates und wird als Museum genutzt.

11_Glimminge

Wie schon an anderer Stelle berichtet, ist Skåne eine historische Provinz und gehörte bis Mitte des 17. Jahrhunderts zu Dänemark. An vielen Bauwerken zeigen sich deshalb auch heute noch die dänischen Einflüsse. Besonders die Kirchen, die in kleineren Dörfern oft als Wehrkirchen gebaut wurden, stammen teilweise noch aus dem Mittelalter und sind sehenswert. Typisch sind die Treppengiebel und häufig auch ein schneeweißer Anstrich. Aber auch Natursteinbauten sind recht oft vertreten. Die äußere Bauweise ist des Öfteren sehr ähnlich, aber im Inneren ist jede Kirche individuell gestaltet.
Anders als bei uns in Deutschland sind in Schweden die Kirchen in den Sommermonaten tagsüber geöffnet, damit der Wanderer oder Reisende auch innere Einkehr halten kann. Sollte die Kirche ausnahmsweise verschlossen sein, dann hängt mit Sicherheit ein Schild neben der Tür mit Informationen wo man den Schlüssel bekommt, oder es ist eine Telefonnummer angegeben, damit jemand kommt und die Kirche aufsperrt.
Wir haben allerdings nicht immer davon Gebrauch gemacht. Man kommt irgendwann sowieso nicht mehr nach und die Zeit vergeht viel zu schnell. Trotzdem möchten wir Euch eine kleine Auswahl zeigen.

12_Kirchen

LbG ISI

Südschweden: Teil 3

Ystad – Auf den Spuren Kurt Wallanders

 

Kennt jemand von Euch Kurt Wallander? Ja! Dann wisst Ihr, in welcher Stadt wir heute unterwegs sind. Diejenigen unter Euch, die nun das Fragezeichen in den Augen haben kann ich nur sagen: Ich hatte zwar von diesem Herrn schon gehört und wusste auch, dass es sich um einen Romanhelden des Schriftstellers Henning Mankell handelt, aber ich habe bis heute weder einen Wallander-Film gesehen noch ein Wallander Buch gelesen.
Die Bücher über Kommissar Kurt Wallander wurden in 30 Millionen Exemplaren verkauft und in 40 Sprachen übersetzt. Das erste Buch „Mörder ohne Gesicht“ erschien 1991 und wurde Mankells großer Durchbruch. Klar dass auch die Filmindustrie sich schnell des Themas annahm. Bereits fünf Schauspieler haben im Laufe der Jahre die Rolle Wallanders gespielt. Im Jahre 2004 wurden die alten Hallen der Flugabwehr in Ystad in das größte Filmstudio Skandinaviens umgewandelt. Hier wurden unter anderem 13 schwedische sowie 6 britische Wallander Filme gedreht. Seitdem ist die kleine Stadt am Meer ein Wallander-Wallfahrts- und Touristenort geworden. Man findet im Internet zahlreiche Abhandlungen oder kann sogar ein Wallander Paket mit Unterkunft, Führungen sowie Filmausschnitten buchen.

Wir haben uns allerdings nicht unter die Massen gemischt und sind auch nicht auf Wallanders Spuren gewandelt. Trotzdem oder vielleicht gerade weil wir diesen ganzen Rummel um die berühmte Figur von Ystad nicht mitgemacht haben, fanden wir dieses kleine Städtchen, mit seinen gerade einmal 18.000 Einwohnern besonders reizvoll.

Bereits im 12. Jahrhundert an der Mündung des Flusses Vassa siedelten sich hier Fischer an. Der Heringsfang war das größte Gewerbe und blieb es viele Jahrhunderte lang. Zu Beginn des 13. Jhd wurde das älteste Gebäude der Stadt, die Marienkirche gebaut und das Kloster der grauen Mönche wurde 1267 vom Franziskanerorden gegründet. Man muss wissen, dass zu dieser Zeit Ystad noch zu Dänemark gehörte, wie überhaupt ganz Skåne. Dieser kleine Landstrich war eine stark umkämpfte Region. 1532 erreichte die Reformation Ystad, die Mönche wurden vertrieben und das Rathaus mit dem Archiv der Stadt von den Schweden im Jahre 1569 niedergebrannt.

07_Marienkirche

Ystad wurde 1658 schwedisch hatte ca.2000 Einwohner und die ersten Postschiffe nach Stralsund setzten ein. Napoleons Ostseeblockade Anfang des 19. Jahrhunderts bedeutete großen Aufschwung für Ystad, aufgrund des Schmuggels florierte der Handel und viele reiche Kaufleute bauten große Privathäuser in der Stadt.
Zum Schutz des Flugsandes hat man im 19. Jahrhundert mit der Anpflanzung von Bäumen entlang des Küstenstreifens begonnen, dem sogenannten Sandskogen (Sandwald). Gerade aber der Sand machte Ystadt zu Beginn des vorigen Jahrhunderts zu einem Badeort. Das Tor nach Süden und zum Kontinent bestand damals und auch heute aus dem Hafen. Das Postschiff nach Stralsund, welches hier ablegte, war lange Zeit die einzige Verbindung Schwedens zum Ausland. Heute legen hier täglich Bahn-, Auto und Passagierfähren von Ystad nach Bornholm ab.

08_Ystad1

Aber wir wollen eintauchen in eine andere Welt. Wir verlassen also den hektischen Hafen und Bahnhofsbereich um uns im Altstadtbereich umzusehen. Keine Stadt in Nordeuropa und wenige Städte in Europa weisen ein so umfangreiches Bild vergangener Zeit auf, wie Ystad mit seinen gut 300 Fachwerkhäusern. Nachfolgend seht Ihr mal einen kleinen Querschnitt durch das historische Ystad.

09_Ystad2

Gruß Jürgen

Südschweden: Teil 2

Südwesten und südlichster Punkt

 

Nun müssen wir uns entscheiden, da unser Wohnquartier für die nächsten 14 Tage ja in Richtung Ystad liegt, gibt es mehrere Möglichkeiten dorthin zu kommen. Die schnellste Verbindung wäre über die „Autobahn“ (wir würden diese als Bundesstraße bezeichnen!), eine weitere Alternative wären die Reichsstraßen, für welche wir uns in Richtung Südküste entschieden haben. Damit sind wir zwar nicht schnell, aber wir kommen durch urige Dörfer und haben nach einiger Zeit ständig das Meer zur Rechten.

Zunächst geht es erst Mal quer durch Malmöhus Län, so nennt sich dieser Landstrich, der einen Ausblick auf sanft geschwungene Hügel gibt und schon die Weite von Schweden vermittelt.
Typisch für Skåne sind die falunroten Häuser mit dem Reetdach und den Balken auf den Dächern. Leider ist dieses Bild auch nicht mehr überall zu sehen, denn auch die Schweden bauen mittlerweile modern und so wie es ihnen am besten gefällt.

04_MalmöhusLän

Entlang der Küste kommen wir durch den Ort Smygehuk, den südlichsten Punkt Schwedens und eine touristische Attraktion. Witzigerweise beträgt die Entfernung zwischen Smygehuk und Treriksröset, Schwedens nördlichstem Punkt, 1.572 km. Nach Berlin ist es von hier aus aber nur 314 km.

05_Smygehuk

Ein alter, kleiner Fischereihafen, eine Räucherei, Turist-Information, sowie Cafe und Restaurant bieten ein buntes Bild. Die Küstenregion am südlichsten Punkt ist noch ein wenig schroff und man erkennt noch nicht so richtig eine Strandlandschaft.
Der Leuchtturm von Smygehuk wurde bereits 1883 errichtet. Die Leuchtfeueranlage besteht aus einem elektrischen Feuer und die Drehlinse zerstreut das Licht, welches von einer Glühlampe mit 1000 Watt erzeugt wurde. Der Leuchtturm stellte im Oktober 1975 den Betrieb ein und dient heute als Jugendherberge.
Hier machen wir eine kleine Pause und lassen die Eindrücke erst einmal auf uns wirken.

Nach einer kleinen Stärkung machen wir uns wieder auf, denn wir wollen ja unser Quartier noch vor dem Abendessen beziehen. Die Fahrt an der Küste entlang ist abwechslungsreich und vergeht wie im Fluge. Wir kommen kaum dazu unseren Fotoapparat nochmals auszupacken, da haben wir schon unseren Zielpunkt erreicht.
Hier werden wir nun die nächsten 14 Tage wohnen. Ruhe und nichts als Ruhe werden uns gut tun und wir freuen uns, auf die nächsten Tage.

06_Ferienwhg

LbG ISI

Skåne – Schwedens südlichste Provinz

– Die Südküste und ihr Hinterland –

Anreise und Malmö

Wer kennt sie nicht, die Kinder von Bullerbü, Michel von Lönneberga oder Pippi Langstrumpf? Besonders wir Deutschen werden von den Schweden gern belächelt, weil viele sich Schweden immer noch so vorstellen wie in diesen Kinderbüchern dargestellt. Was macht diesen Reiz aus, dass wir so gern nach Schweden fahren oder es bereisen möchten? Sind wir durch die Figuren von Astrid Lindgren auf ein Schweden fixiert, das für uns „heile Welt“ bedeutet?
Sicher gibt es in Mittel- oder Nordschweden noch diese kleinen Dörfer mit den typischen roten Häusern, aber Schweden hat auch andere Seiten.

So z.B. Skåne, die südlichste Region die auch als Kornkammer Schwedens bezeichnet wird. Wobei hier nicht nur Korn, sondern auch Obst und Gemüse angebaut werden. In den meisten Fällen wird Skåne, auf deutsch auch Schonen genannt, mit weiten Ebenen assoziiert. Und obwohl dies für Teile von Skåne stimmen mag, hat die Region als Ganzes jedoch eine weitaus abwechslungsreichere Landschaftsform zu bieten. Von grünen Laubwäldern und dramatischen Felsenküsten im Nordwesten, über die zahlreichen Seen und kilometerlangen weißen Sandstrände im Süden, bis zu den sanften Hügeln und grünen Hainen im Westen und den tiefen Wäldern im Nordwesten hat dieser Landstrich so ziemlich alles aufzuweisen.

Skåne ist aufgrund der überschaubaren Entfernungen das perfekte Reiseziel für alle, die mit dem Auto oder dem Fahrrad Urlaub machen möchten. Im Gegensatz zum Norden Schwedens sind die Wege in Skåne meist relativ kurz: innerhalb von eineinhalb bis zwei Stunden kann man die meisten Ziele in der Region erreichen. Die Ausdehnung dieses fast quadratischen Anhängsels beträgt ca. 80 km in Ost-West-Richtung und erstreckt sich knapp 100 km nach Norden. Wir möchten Euch hier aber im speziellen einmal die Südküstenregion und den Südosten – genannt Österlen – vorstellen. Unser Ausgangspunkt lag knapp 10 km von Ystad entfernt und war somit ein zentraler Punkt für unsere Touren.

Aber zuerst heißt es ja überhaupt nach Schweden zu kommen. Hierfür gibt es diverse Fährverbindungen, oder man wählt wie wir den kompletten Landweg. Somit gelangt man über die gewaltige Öresundbrücke, die mit der dänischen Hauptstadt Kopenhagen verbunden ist, zuerst einmal nach Malmö, Schwedens drittgrößte Stadt mit knapp 260.000 Einwohnern.

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Das erste, was man zu sehen bekommt, wenn man über die Öresundbrücke nach Malmö hinein rollt, ist der „Turning Torso“. Der 190 Meter hohe Wolkenkratzer mit seinen 54 Etagen ist der höchste Wolkenkratzer Skandinaviens und das zweithöchste Wohngebäude in Europa. Er wurde am 27. August 2005 eingeweiht und gilt seither gemeinsam mit der Öresundbrücke als das neue Wahrzeichen der Stadt.

02_Turning Torso
Malmö ist auch gleichzeitig die Hauptstadt von Skåne und ein wichtiges wirtschaftliches Standbein Schwedens. Das Stadtbild der Neuzeit ist sehr stark industriell geprägt und bietet vielen Schweden einen Arbeitsplatz, die dafür täglich teilweise Fahrtwege von bis zu 250 km auf sich nehmen. Aber es gibt auch den alten ursprünglichen Stadtkern, rund um den „Lilla Torg“ (kleiner Markt). Dieser Stadtteil stammt zum Teil noch aus den Jahren 1540 – 1600 und wird noch durch zahlreiche Fachwerkhäuser bestimmt. Hier befindet sich auch das 1546 errichtete und immer wieder umgebaute Rathaus. Nicht weit davon entfernt liegt die Burganlage „Malmöhus Slott“, die ältesten Gebäude entstanden zwischen 1526 und 1530 im Renaissancestil. Im 19. Jahrhundert wurde die Anlage als Gefängnis genutzt und heute beherbergt sie das Städtische Museum und das Kunstmuseum.

03_Malmö
Aber wir sind ja nicht nach Schweden gefahren um hier Großstädte zu besuchen und so verlassen wir Malmö recht schnell.

Gruß Jürgen